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Chronisch metabolische Azidose

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Azidose – Vorsicht geboten!

Surftipp

Surftipp: Informationen zur chronisch metabolischen Azidose und einen Säure-Base-Rechner finden Sie unter www.niere-azidose.de.

„Warum ist denn bei einer Azidose (Übersäuerung des Bluts) Vorsicht geboten?“, fragen Sie sich sicher. Aber eins nach dem anderen, liebe Leser.

Beginnen wir mit der Azidose. Was ist eigentlich eine Azidose? Als Azidose bezeichnet man eine Übersäuerung des Bluts. Gemessen wird sie anhand des pH-Wertes im Blut, welchen Sie vielleicht noch aus dem Chemie-Unterricht kennen. Der pH-Wert beschreibt die sauren oder basischen Eigenschaften einer Substanz. Im Körper zeigt ein pH-Wert unter 7,35 den Beginn einer Übersäuerung an, ein Wert ab 7,45 einen Mangel an Säuren. Dazwischen liegt der Bereich, in dem alles im Lot ist.

Wenn Ihr pH-Wert im Blut in den sauren Bereich abgleitet, „puffert“ Ihr Körper Säuren ab, die mit der Nahrung aufgenommen oder durch Muskelarbeit gebildet werden. „Puffern“ bedeutet, dass die Säuren im Blut so verändert werden, dass sie ihre sauren Eigenschaften verlieren und sich Ihr pH-Wert wieder in den normalen Bereich bewegt. Der Körper stellt dazu vor allem in den Nieren spezielle Puffersubstanzen her.

Bei einer Verschlechterung oder dem Verlust der Nierenfunktion funktioniert das Abpuffern häufig nicht mehr richtig. Diese Situation wird als chronische metabolische Azidose bezeichnet. Sie kann zu Folgeerkrankungen führen, wie dauerhaften Schmerzen in Weichteilen und Gelenken, Erkrankungen des Herzens oder Entkalkung des Knochens (Osteoporose).

Azidose-Patientin Diagnostiziert wird die Azidose vom Arzt. Er kann mithilfe von Labortests herausfinden, ob bei Ihnen eine Übersäuerung vorliegt. Wenn nun eine Azidose festgestellt wird, wie geht es dann weiter? So lange die Nieren noch ausreichend gut arbeiten, können Sie mit einer ausgewogenen Ernährung verhindern, dass Ihr pH-Wert im Blut auf die „schiefe Bahn“ gerät. Wenn Ihre Nierenfunktion allerdings bereits eingeschränkt ist, empfehlen Experten die Einnahme von Bicarbonat. Das Bicarbonat sorgt dafür, dass der übersäuerte Körper wieder normalisiert wird. Bicarbonat findet sich in manchen Mineralwassern, es gibt aber auch spezielle Tabletten, welche das Bicarbonat enthalten. Die Wahl des am besten geeigneten Medikaments ist hierbei von großer Bedeutung für den Erfolg Ihrer Behandlung, da Bicarbonat im Magen von der Magensäure zerstört wird. Daher sollte die Bicarbonat-Tablette magensaftresistent sein, d.h. sich nicht im Magen sondern erst im Dünndarm auflösen. Magensaftresistente Präparate wie bicaNorm® sorgen dafür, dass das Bicarbonat unbeschadet den Magen passiert, sich erst im Dünndarm auflöst und von dort aus in das Blut gelangt, um wirkungsvoll die chronische metabolische Azidose zu bekämpfen.

Bei eingeschränkter Nierenfunktion kann die Einnahme dieser Bicarbonatpräparate sogar helfen, den weiteren Funktionsverlust der Niere zu bremsen. Englische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass durch die regelmäßige Einnahme von Bicarbonat unter ärztlicher Kontrolle der Beginn der Dialysebehandlung (künstliche Blutwäsche) zeitlich deutlich verzögert werden kann.

Was können Sie gegen die Übersäuerung tun? Die richtige Ernährung macht den Anfang (siehe Tabelle). Mit einer ausgewogenen Ernährung beginnen Sie Ihren Kampf gegen die Übersäuerung, mit der Einnahme von Bicarbonat zwingen Sie die Übersäuerung endgültig in die Knie. Bitte besprechen Sie die Wahl des geeigneten Medikamentes mit Ihrem Arzt.

Wichtig ist, dass Sie am besten viermal so viele Basen-bildende wie Säuren-bildende Nahrungsmittel essen!

Stark Säure-bildende Nahrungsmittel

Stark Base-bildende Nahrungsmittel

•  Schweine-/Kalb-/Rindfleisch

•  Meeresfisch

•  Eier und Milchprodukte

    Geschälter Reis, Roggenmehl

    Zucker, Kuchen, Schokolade, Bonbons

    Limonaden, Cola, Kaffee, schwarzer Tee, alkoholische Getränke

•  Feigen

•  Sojabohnen/-sprossen

•  Gurke, Chicoree

•  Rettich, schwarz

Schwach Säure-bildende Nahrungsmittel

Schwach Base-bildende Nahrungsmittel

•  H-Milch

    Nüsse

    Margarine, Butter

    Lammfleisch, Geflügel

    Süßwasserfisch

    Mineralwasser mit Kohlensäure

    Ungeschälter Reis, Reisstärke

    Graupen, Weizenmehl, Weizengrieß, Haferflocken

    Nudeln

    Rosenkohl, Artischocken

    Brot

     Milch

     Kürbis-, Sonnenblumenkerne

     Olivenöl

     Obst-/Gemüsesäfte, Kräutertee, stilles Mineralwasser

     Obst und Früchte

     Dinkelbrot

     Kartoffeln, Wurzelgemüse

     Gemüse, Salate, Kräuter, Pilze

     Kartoffelstärke, Sojamehl

     Linsen, weiße Bohnen

Informationen zur chronisch metabolischen Azidose und einen Säure-Base-Rechner finden Sie unter www.niere-azidose.de.

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Letzte Aktualisierung: 05.04.2017

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