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Das schnelle Ende des großen Krabbelns

Die Kopflaus fühlt sich auch im perfekt gepflegten Haarschopf wohl. Warum sich Läuse so gerne bei Kindern einnisten, woran Sie die Parasiten erkennen und was dagegen hilft.

Sie tummeln sich gern überall da, wo viele Kinder ihre Köpfe zusammenstecken: Kopfläuse. Was Sie über die kleinen Plagegeister in den Haaren wissen müssen – und wie Sie sie wieder loswerden.

Wie bekommt man Kopfläuse?

Der Übertragungsweg ist immer derselbe: von Kopf zu Kopf. Denn springen oder fliegen können die höchstens drei Millimeter großen Tiere nicht – aber dafür schnell krabbeln. Unter geeigneten Bedingungen verbreiten sich Läuse also überall dort, wo enge Kontakte zwischen Kindern entstehen, wie in Schulen oder Kindergärten. Am häufigsten betroffen sind Kinder im Alter von drei bis zwölf Jahren. Eine Übertragung über Mützen, Kopfkissen und Stofftiere ist die Ausnahme, aber nicht ausgeschlossen. Kopfläuse zu bekommen, ist keine Frage der persönlichen Sauberkeit, betont die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Köln: Läuse können sich auch in frisch gewaschenem Haar vermehren. Schätzungen zufolge macht jedes dritte Kind mindestens einmal Erfahrungen mit den Parasiten. Übrigens: Haustiere sind keine Überträger von Kopfläusen!

Woran erkennt man, dass man Kopfläuse hat?

„Erste Kennzeichen eines Läusebefalls sind Pusteln hinter den Ohren, die als Reizung auf den Speichel der Läuse auftreten“, sagt Dr. Folkert Fehr, Kinder- und Jugendarzt aus Sinsheim. „Später entwickeln sich ein Ekzem im Nacken und Juckreiz.“ Endgültige Gewissheit liefert die Untersuchung mit einem Läusekamm aus der Apotheke, dessen Zinken nicht mehr als 0,2 Millimeter voneinander entfernt sind. Um die Läuse, ihre noch nicht ausgewachsenen Larven oder die Eier, die sogenannten Nissen, zu finden, muss jede Haarsträhne sorgfältig vom Ansatz bis zu den Spitzen durchgekämmt werden.

Tipp: Wenn man vorher eine Pflegespülung aufträgt, geht es leichter! Nach dem Kämmen streichen Sie den Kamm an einem Küchenpapier ab. Darauf können Sie die etwa 3 Millimeter großen, blassgrauen oder rötlichen Blutsauger erkennen. Nissen sind nur 0,8 Millimeter groß, weiß und kleben besonders hartnäckig am Haar. Deshalb sind die schuppenähnlichen Punkte auch gut direkt auf dem Kopf zu erkennen – die Läuse selbst krabbeln weg.


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