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Das schnelle Ende des großen Krabbelns

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Wie lange darf das Kind nicht in die Schule?

Der Befall mit Kopfläusen gehört nicht zu den meldepflichtigen Erkrankungen, muss also nicht beim Gesundheitsamt angezeigt werden. „Sinnvoll ist aber eine Mitteilungspflicht der Eltern an die Gemeinschaftseinrichtungen, also Schulen, Kindergärten und Krippen. Diese teilen den Erkrankungsfall allen Eltern mit, ohne das betroffene Kind zu nennen“, sagt Folkert Fehr. Es kann auch sein, dass die Einrichtung ein Attest vom Arzt über eine erfolgreiche Behandlung verlangt. Normalerweise können Kinder aber schon am Folgetag der ersten Behandlung wieder in Schule und Kindergarten gehen. Denn: Nymphen, die nach der ersten Behandlung schlüpfen, sind in den ersten acht bis zehn Tagen ihres Lebens nicht in der Lage, den Kopf zu verlassen und können daher nicht übertragen werden. Außerdem können sie in dieser Zeitselbst noch keine Eier legen.

Woran kann es liegen, dass die Läuse wiederkommen?

„Der Hauptgrund ist, dass sich die Kinder erneut bei jemandem angesteckt haben, der bisher unentdeckt blieb. Der zweithäufigste Grund für einen erneuten Befall ist, dass nicht genau entsprechend der Packungsbeilage behandelt wurde“, sagt Dr. Folkert Fehr. Und: Die Behandlung mit Läusemittel allein reicht nicht aus. Fast genauso wichtig ist es, eventuell nachgeschlüpfte Nymphen sorgfältig aus dem Haar zu kämmen. Etwa alle vier Tage (am Tag der Behandlung sowie vier, acht und zwölf Tage nach der ersten Behandlung) sollten Sie eine Pflegespülung aufs nasse Haar auftragen (nicht ausspülen!) und es Strähne für Strähne mit dem Nissenkamm durchkämmen. Läuse, Larven und Eier werden durch die Spülung nicht getötet, sie lassen sich aber leichter entfernen.

Muss auch der Rest der Familie behandelt werden?

Alle Familienmitglieder sollten zumindest genau kontrolliert werden. Besonders dann, wenn die Kinder gern im Bett der Eltern schlafen oder viel kuscheln, können Läuse auch auf Erwachsene übertragen werden. Im Zweifel lieber einmal zu viel behandeln als zu wenig! Die gute Nachricht: Außerhalb des Kopfes überleben Läuse maximal 48 Stunden. Sämtliche Kleidung, das Spielzeug und die Wohnung mit Desinfektionsmitteln oder Insektiziden zu besprühen, ist also überflüssig. „Eine Ansteckung über Kämme ist denkbar. Aber auch das kann eigentlich nur dann passieren, wenn der Kamm direkt nachdem Haare mit Läusen hängengeblieben sind, vom einem zweiten Kind benutzt wird“, sagt Kinderarzt Dr. Fehr. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) empfiehlt dennoch, Bürsten und Kämme zu reinigen, für drei Tage in einem gut verschlossenen Plastikbeutel aufzubewahren und Bettwäsche bei mindestens 60 Grad zu waschen.


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